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3 Sekunden zu viel


By Karl-Heinz - Posted on 22 Oktober 2018

7 Scheeßeler mit guten Leistungen in Oldenburg

Vor Sonnenaufgang haben sich 2 PKW aus Scheeßel auf den Weg nach Oldenburg gemacht. Ausnahmsweise verlief die Fahrt ohne den üblichen Stau beim Bremer Kreuz, da hätten die Sportler länger schlafen können. Bei ihrer vierten Teilnahme an der Laufveranstaltung ist das Team des TV Scheeßel auf 7 Läufer angewachsen.

Als erste starteten Ivett Wichmann und Lukas Schmidt mit über 1.500 Teilnehmern beim 10 km-Lauf. Statt wie bisher 3 kleine Runden ging es nur einmal durch die Innenstadt, so entfielen für die schnellen Läufer die störenden Überrundungen. Ivett hatte vor einer Woche in Lübeck ihre Bremer Zeit von 43:27 auf 42:50 verbessert, jetzt war sie gespannt, wie sich kurz danach der nächste Start anfühlt. Ohne Party am Vorabend und mit deutlich mehr Schlaf war sie in Oldenburg noch schneller unterwegs. 42:22 brachte ihr wie in Bremen und Lübeck den Sieg in der Altersklasse W30. Keine 100 Meter vor ihr wurden die Plätze 5 bis 7 der Frauenwertung vergeben. Für Lukas war die Teilnahme an seinem Studienort natürlich ein Muss. Auf den ersten Kilometern konnte er sich einer Gruppe anschließen, die in einem Tempo für eine Zielzeit von 35 Minuten begann. Doch bald bröckelte es und auch der junge Finteler konnte nicht mehr mithalten. In einem Schlussspurt ließ er nicht nur die zweite Frau hinter sich, sondern blieb auch unter 37 Minuten (36:57, Gesamtplatz 18).

Bei guten Bedingungen (12°, nur der Wind störte gelegentlich) fiel um 11 Uhr der Start zum Halbmarathon. Wie üblich motivierten sich Simona Witz und Simone Kludas gegenseitig. Als 28.te von 570 Frauen kam Simona ins Ziel (1:47:28, Platz 8 in der Altersklasse W40), 6 Sekunden später folgte Simone (Platz 3 in W50). Auch für Anja Arends lief alles nach Plan. Nach ihrem ersten Start über diese Distanz vor 2 Jahren (2:16:15) steigerte sie sich von 2:07:29 auf 2:03:14. Besonders überraschte sie, ihren Vereinskollegen Karl-Heinz Poludniok bei km 18 zu überholen. Dieser hatte in den letzten Wochen nur wenige Laufkilometer sammeln können, das rächte sich auf der zweiten Hälfte. Nachdem er vor zwei Jahren in Oldenburg noch unter 1:50 ins Ziel kam, verbuchte er das schlechteste Resultat seiner bisherigen 26 Halbmarathons (2:08:07). Ein Phänomen ist Detlef Brunkhorst. Während die Konkurrenten in seiner Altersklasse M60 langsamer werden, steigert er sich weiterhin. Als Mehmet Öztürk (LAV Bokel) in der Endphase zum Endspurt ansetzte, musste Detlef ihn ziehen lassen. Seine Befürchtung damit den ersten Platz in der Altersklasse nicht verteidigen zu können, erwies sich als unbegründet, denn Mehmet ist erst 56. Bei der Siegerehrung wusste der Scheeßeler nicht, ob er sich freuen oder ärgern sollte: Sein neuer Halbmarathonrekord steht jetzt bei 1:30:02, da fehlten nur 3 Sekunden um die nächste Schallmauer zu durchbrechen!

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