Du bist hier: Triathlon in Waren

Triathlon in Waren


By Karl-Heinz - Posted on 03 August 2018

Quartett aus Scheeßel schafft die Mitteldistanz

Nach vielen gemeinsamen Trainingseinheiten sind 4 Athleten vom TV Scheeßel mit dem Vereinsbus zum 33.ten Müritz-Triathlon nach Waren in Mecklenburg-Vorpommern gefahren.

Die Temperatur in der Müritz betrug zwar 24 Grad, im Gegensatz zum Wettkampf in Hamburg gab es aber keine Probleme mit der Wasserqualität. Die Abschnitte bestanden aus zwei Runden Schwimmen a 1 km mit einem kurzen Landgang, einer 80km langen gut befahrbaren Radstrecke mit 800 Höhenmetern und zum Abschluss 20 km Laufen, die Strecke führte über einen Sandweg durch Waren am Hafen vorbei und wieder zurück.

Durch den Start um 12 Uhr war der gesamte Wettkampf ein heißer Triathlon. Wie kamen die Scheeßeler mit den hohen Temperaturen klar?

Für Jürgen Klindworth war es eine gute Vorbereitung für Hawaii. In 8 Wochen möchte er sich in Italien erneut für die Triathlon-Weltmeisterschaften Oktober 2019 in Kona qualifizieren. Jetzt wollte er überprüfen, an welchen Schrauben er noch drehen muss.
Unter Wettkampfbedingungen kam er in der ersten Disziplin mit der Orientierung, der Steuerung der Geschwindigkeit und dem Geradeausschwimmen sehr gut zurecht. Nach 33:41 Minuten kam er als 14.ter in die erste Wechselzone.
Auf der Radstrecke musste er zwangsläufig seinen Körper immer wieder mit Wasser kühlen und viel trinken. Er verbrauchte etwa 6 Liter und fühlte sich sehr gut als es nach 2:18:21 bei über 30 Grad auf die Laufstrecke ging. Außerdem ist er konstant sein Tempo gefahren ohne sich von überholenden Triathleten irritieren zu lassen. In der nächsten Zeit will er sein Radtraining intensivieren.
Da sein hinterer Oberschenkelmuskel beim Training Probleme gemacht hatte, hatte er in der letzten Woche eine Laufpause eingelegt. Leider meldete sich der Muskel trotz reduzierter Intensität schon nach 2 km, auch eine noch langsamere Geschwindigkeit änderte daran nichts. Daher war Jürgen sehr froh nach insgesamt 4:44:49 als 44.ter das Ziel zu erreichen. Einen Monat vor seinem 59.ten Geburtstag belegte er im stark besetzten Feld der Altersklasse M55 immerhin den 5.ten Platz.

Mit 22 Jahren hat Lukas Schmidt natürlich weniger eigene Erfahrung, profitiert aber von den Tipps der Vereinskameraden. Der Wellengang im Freiwasser störte ihn nicht. Leider verlor er auf der zweiten Schwimmrunde den Kontakt zu dem vor ihm liegenden Athleten, so benötigte er 41:36 Minuten für die 2 km in der Müritz. Bei einem Triathlon passiert meistens etwas Unvorhergesehenes. Lukas hatte es dieses Mal mit einer abgesprungenen Kette zu tun, daher war er 2:23:19 auf dem Rad unterwegs. Als guter Läufer freute er sich selbst bei der Hitze auf die letzte Disziplin. Auf der ersten Hälfte fühlten sich die Beine gut an, der junge Finteler hielt eine gute Lauftechnik ein und achtete wie im Training auf seine Pulswerte. Doch dann setzte ihm die Hitze stark zu und er musste alles aus sich herausholen, um auf Platz 55 anzukommen. 20 km war er in 1:41:43 gelaufen, seine Endzeit betrug 4:50:58. Das brachte ihm Platz 4 seiner Altersklasse M20 ein. Nach einer langen Erholungsphase ist er mit seinen Vereinskameraden zur Abkühlung in die Müritz gesprungen.

Volker Colmsee war mit den Anfangsdisziplinen zufrieden (Schwimmen 44:26, Radfahren 2:27:28), beim Laufen (2:20:59) ging es ihm nur noch ums Ankommen. Dank der guten -insbesondere der mentalen – Vorbereitung hatte er trotzdem Spaß und freute sich über die schöne Umgebung. 5:35:49 hat er für das Abenteuer Mitteldistanz gebraucht.

Nicht besser erging es Matthias Berulla. Während das Schwimmen (42:00) noch im Plan war, bekam er nach der Hälfte der Radstrecke Kreislaufprobleme. Nach 2:31:04 für den Radpart waren noch 20 km in der Hitze zu laufen! An der 10 km Marke wollte er schließlich aufhören. Völlig ausgelaugt setzte er sich längere Zeit auf eine Bank. Das DRK und Helfer kühlten ihn herunter und päppelten ihn auf. Aber auch die Zuschauer motivierten ihn weiterzumachen. Schließlich besiegte er den inneren Schweinehund und erreichte das Ziel. Die Zeit (5:39:03) war unwichtig geworden.

Jürgen, Matthias, Volker und Lukas

Free Tagging (Freies Zuweisen von Kategorien)