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Achter 24 Stundenlauf in Schenefeld


By Karl-Heinz - Posted on 03 Juli 2018

Scheeßeler läuft im Moorexpress mit

Alle 2 Jahre trifft sich im Sommer ein kleiner Kreis Laufbegeisterter in Schenefeld bei der Spielvereinigung Blau-Weiß 96 (www.bw96.de) zu einem besonderen Ereignis. An einem Sonnabend um 12 Uhr fällt der Startschuss für (in diesem Jahr) 23 Einzelläufer, 3 Paarläufer und 16 bis zu 8 Personen starken Teams, dann werden 24 Stunden lang Kilometer gesammelt.

Der Moorexpress vom TSV Gnarrenburg hat an allen bisherigen Veranstaltungen teilgenommen. In diesem Jahr konnte ein Platz nicht besetzt werden, daher bot sich Karl-Heinz Poludniok (TV Scheeßel) die Möglichkeit zu einer neuen Erfahrung.

Für die Fahrt nach Schenefeld wurde ein Kleinbus gechartert. Schnell waren in der Sporthalle Matratzen als Schlafplätze eingerichtet und ein Pavillon für die Campingstühle im Stadion aufgebaut. Nach einer kurzen Wettkampfbesprechung ging es los. Bis um 21:30 war eine 1.953,11 Meter lange Außenrunde zu laufen. Hier gab es viel Abwechslung insbesondere auch Schatten und nur leichtes Auf und Ab. In der Nacht bis 5:30 und ab 11 Uhr bestand die Laufstrecke aus der Sportplatzrunde.

Da tagsüber nach jeder Runde gewechselt wurde, dauerte es etwa eine Stunde bis zum nächsten Einsatz. Verpflegung wurde reichlich angeboten: diverse kalte und heiße Getränke, Nudeln, Brote, Brötchen, Müsli, Kuchen, Obst, Schokoküsse…. Doch wieviel soll man zu sich nehmen um weder mit leerem noch mit zu vollem Magen zu laufen? Ab 22:30 verkürzten sich die Pausen drastisch auf 15 Minuten, denn die Hälfte des Teams legte sich zur Ruhe. Außerdem wurde nach 3 oder 4 Sportplatzrunden gewechselt. So blieb nur übrig den hellen Mond zu bewundern, sich wieder aufzuwärmen und sein Team anzufeuern. Um Mitternacht wurde Halbzeit gefeiert, der Moorexpress hatte schon 151 km erlaufen. Um 2 Uhr durfte der Rest des Teams nach 14 Stunden endlich eine längere Pause einlegen. Die im Traum zurückgelegten Kilometer wurden leider nicht mitgezählt.

Wie zu erwarten war, konnte die Geschwindigkeit in der Nacht nicht gehalten werden, nach 16 Stunden waren 198 km für den Moorexpress addiert worden. 300 km rückten so in weite Ferne. Zur Öffnung der Außenrunde war das Team wieder vollzählig, nur die Muskeln waren zum Teil noch im Schlafsack. Ab 10 Uhr heizten die Samba-Trommler Maracatu ein und ab 11 Uhr wurden die letzten Kräfte mobilisiert. Jetzt wechselten viele Mannschaften nach jeder Runde. Es ging nicht um die Platzierung – dazu waren die Abstände zu groß – sondern um zu testen zu welchen Leistungen man nach 23 Stunden fähig sind. Auf unserer Urkunde standen erstaunliche 298.853,67 Meter, also für jeden fast ein Marathon. Nicht einmal 3 Runden haben gefehlt! Aber viel wichtiger war, dass das ganze Team Spaß hatte und die 24 Stunden ohne Blessuren überstanden hat.

Die Sieger: Olga Kazantceva 157.775,72 Meter, Helmut Schöne 185.699,37 Meter, das Paar „Skytte&Groenhoej“ 230.179,58 Meter und das „Ramelow Racer Team BW96“ 332.961,10 Meter.


Der Moorexpress: Andreas Burfeind, Olaf Erich, Ingo Schilling, Andreas Wöhltjen, Ralf Rimkus, Karl-Heinz Poludniok, Werner Stelljes und Thomas Heinrichs

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