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Landesmeisterschaften im Triathlon auf der Mitteldistanz


By Karl-Heinz - Posted on 26 Juni 2018

2 Scheeßeler Triathleten starten in Uelzen

Beim O-See Triathlon in Uelzen gewannen der Sittenser Jürgen Klindworth (M55) die Silbermedaille und der Finteler Lukas Schmidt (M20) die Bronzemedaille.

Es waren trockene 13-19 Grad vorhergesagt worden, aber schon kurz nach der Abfahrt um 5:40 begann es bei 11 Grad zu regnen. Kein Wetter für Jürgen, der am Oldenstädter See einen Vorbereitungswettkampf für die Hawaii-Qualifikation im September in Italien geplant hatte. Für 1900 Meter Schwimmen, 90,6 km Radfahren und 21 km Laufen wird man schließlich lange unterwegs sein.

Die Wärme aus dem Auto ließ sich leider nicht konservieren. Ohne Unterstellmöglichkeit stiegen die beiden Triathleten bei Dauerberieselung in ihre Neoprenanzüge. Da auch das Einschwimmen nicht für die gewünschte Körperwärme sorgte, warteten alle ungeduldig auf den Start um 8:30.

Beim kurzen Landgang nach der Hälfte der Schwimmstrecke sah Klindworth sehr zufrieden auf seine Uhr: es waren 15 Minuten vergangen. Das Tempo behielt er bei, denn nach 29:50 erreichte er die Wechselzone. Doch wie sollte er jetzt auf die Radstrecke gehen. Andere vertrauten im ärmellosen Einteiler auf besseres Wetter. Trotz Langarmshirt und Neopren-Überschuhen fror er schon auf dem ersten Kilometer, denn mit dem Fahrtwind fühlte es sich wie einstellige Temperaturen an. Die Radstrecke war ein viermal zu durchfahrener Rundkurs mit einer offenen langgezogenen Steigung, scharfen Kurven, Schlaglöcher und einer steileren Abfahrt. Der Sittenser war sich unsicher, ob er das Radziel erreichen wird und dachte nur noch von Runde zu Runde. Mittlerweile hatte ihm Frank Rohleder (Triathlon Heidekreis) die Führung in seiner Altersklasse abgenommen, doch das spielte keine Rolle mehr, die Freude sich nach 2:48:26 Radfahren endlich warmlaufen zu können überwog. Jetzt musste der zuvor durchquerte See „nur“ noch achtmal umrundet werden. Die durchaus anspruchsvolle 2,6 km lange Runde war eine Mischung aus Waldboden, Asphalt mit Steigungen, engen Sandwegen ohne Überholmöglichkeit und einer spürbaren Senke. Jürgen Klindworth verteidigte mit der schnellsten Laufzeit (1:43:11) den zweiten Platz und verpasste mit 5:01:28 knapp die 5 Stunden Marke.

Auch Lukas Schmidt war froh ohne Sturz oder Unfall durchgekommen zu sein. Die fast 8 Minuten Rückstand auf seinen Vereinskameraden nach dem Schwimmen (37:46) blieben nach dem Radfahren (2:47:41) fast identisch. Der abschließende Lauf in 1:40:17 ließ ihn so viele überholen, dass die beiden Scheeßeler die Gesamtplätze 20 und 21 belegten. Seine 5:05:45 bedeuteten gleichzeitig den dritten Platz in der Altersklassenwertung.

Das Wetter hatte sich inzwischen den Vorhersagen genähert, daher schmeckte beiden im Ziel das Eis.

 

 

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