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Reihenweise persönliche Bestleistungen


By Karl-Heinz - Posted on 22 Oktober 2017

Gezieltes Training zahlt sich beim Bremen Marathon aus

Ab Mitte August hat sich ein Teil der Triathlonabteilung des TV Scheeßel unter der Leitung des erfahrenen Ironmans Jürgen Klindworth auf den (Halb-)Marathon in Bremen vorbereitet. Das Training war abwechslungsreich, fordernd und anstrengend, aber insbesondere die langen Laufeinheiten haben in der Gruppe richtig Spaß gemacht.

Hochmotiviert warteten Matthias Berulla und Detlef Brunkhorst auf den Start des Marathons und zwei Stunden später Alexandra Aeplinius, Claudia Lang, Stephanie Roesch und Lukas Schmidt auf den des Halbmarathons. Bei den tollen äußeren Bedingungen wie Kaiserwetter und viele anfeuernde Zuschauer konnte eigentlich nichts schiefgehen.

Alexandra Aeplinius und Claudia Lang wagten zum ersten Mal 21,0975 km in einem Wettkampf zu laufen. Claudia schaffte nicht nur ihr Hauptziel – anzukommen - sondern einen Kilometerschnitt von knapp unter 6 Minuten. 2:06:11 bedeutete sogar ein Platz in der ersten Hälfte der Frauenkonkurrenz. Beim nächsten Mal plant sie die 2 Stundenmarke zu knacken. Anspruchsvoller war das Vorhaben von Alexandra: sie hatte bei der ersten Besprechung 5:30 Minuten pro Kilometer als Ziel angegeben. Die ersten 15 Kilometer waren dank der Vorbereitung fast ein Kinderspiel, dann wurde es anstrengend. Aber sie biss sich durch und erreichte etwas eher als geplant nach 1:55:15 die Ziellinie. Für Steffi galt es ihre Bestzeit von 1:41:52 aus dem Jahr 2015 zu übertreffen, am liebsten die 100 Minutenmarke zu unterschreiten. Beides gelang ihr mit 1:37:10 deutlich. Der Lohn war der dritte Platz in der Altersklasse W45, nur 17 von über 1000 Frauen waren vor ihr im Ziel. Der schnellste des Scheeßeler Quartetts war jedoch Lukas Schmidt. Schon bei dem gemeinsamen Training war er weit vorne, denn er hatte sich vorgenommen durchgängig 15 km/h also 4 Minuten pro Kilometer zu laufen. Mit fantastischen 1:23:48 ist ihm das eindrucksvoll gelungen. Platz 40 der Männerwertung zeigt, dass er nicht mehr weit von der Spitze entfernt ist.

Die Scheeßeler Marathonis konnten sich mit ihren Leistungen ebenfalls sehen lassen. Matthias Berulla musste „nur“ ankommen um eine Bestzeit zu laufen, da es sein erster Start bei einem Marathon war. Er genoss die Unterstützung der Zuschauer, vor allem an der Schlachte. Doch der Höhepunkt war für ihn der Lauf durch das Weserstadion, die Nennung seines Namens und die Beobachtung des eigenen Bildes auf der Riesenleinwand. Matthias hat durchgehalten, 3:33:07 zeigen sein Potential auf dieser Strecke. Detlef Brunkhorst war im letzten Jahr in Bremen 3:26:33 gelaufen. Seine Zielvorgabe wieder unter 3:30 zu bleiben sah sein Trainer Jürgen Klindworth als zu defensiv an, er traute ihm zu, in dem Bereich von 3:20 zu kommen. Doch es wurde noch besser, überglücklich und fassungslos sprintete Detlef ins Ziel (im Training wurde mehrmals die Endbeschleunigung geübt). Er konnte seine Bestzeit um genau 9 Minuten verbessern. Von 3:17:33 hatte er nicht einmal zu träumen vermocht. Mit geringem Abstand erlangte er den 3.ten Platz der M60 und den Platz 89 der Männerwertung.

Verletzungsbedingt konnte der Trainer nur am Streckenrand stehen, aber die sehr guten Ergebnisse seiner Schützlinge entschädigten ihn. Nach den hervorragenden Ergebnissen soll das gemeinsame Training auf einen Wettkampf hin im nächsten Jahr wiederholt werden.

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