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Nordseeman


By Karl-Heinz - Posted on 16 August 2017

4 Scheeßeler schaffen die Mitteldistanz im Triathlon

In den letzten Wochen hatten 4 Sportler der Triathlonabteilung des TV Scheeßel besonders fleißig trainiert. Am Sonntag wurden sie dafür beim Nordseeman in Wilhelmshaven belohnt.

Für Jürgen Klindworth ist eine Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen) eigentlich nichts Besonderes, aber nach langer verletzungsbedingter Trainingspause (Unfall mit dem Mountain Bike Mitte März) ist es eine Herausforderung. Daher hat er sein Credo - locker und entspannt auf den 3 Strecken zu bleiben – immer wieder den Vereinskollegen gepredigt. Während Volker Colmsee bereits 2016 seine Premiere feierte, traten Matthias Berulla und Lukas Schmidt erstmals über diese Entfernungen an.

Für die fast 200 Sportler wurden 4 Startgruppen gebildet. Als erster Scheeßeler ging Lukas ins Wasser. Im Kanal fiel ihm das Schwimmen leichter als bei seinen bisherigen Wettkämpfen im See, nur die Strömung bremste ihn auf dem Rückweg. Wenn man bedenkt, dass er das Kraulschwimmen erst kürzlich erlernt hat, ist seine Zeit von 36:18 wirklich beachtlich. Mit den Erfahrungen in bisherigen Wettkämpfen liefen dieses Mal beide Wechsel glatt. Auf dem Rennrad fühlte er sich die ersten 60 km gut, auch das geliehene Ersatzlaufrad spielte mit. Dann machte sich die längere Strecke bemerkbar, doch Schmidt gab trotz leichter Schmerzen weiterhin Gas und verbesserte sich nach 2:39:57 auf Platz 40. Jetzt folgte seine liebste Disziplin: ein Halbmarathon. Bis zur Hälfte hielt sein Plan, aber da seit dem Start schon 4 Stunden vergangen waren, ließen Kraft und Geschwindigkeit nach. Die Ernährung und die Flüssigkeitszufuhr wird er beim nächsten Mal sicherlich optimieren. Der junge Triathlet biss sich durch und erreichte mit einer Laufzeit von 1:39:51 als 32.ter in der Gesamtzeit 4:56:07 fix und fertig aber sehr glücklich das Ziel.

Matthias Berulla und Volker Colmsee folgten in der nächsten Gruppe. Beide genossen die gute Stimmung und das optimale Wetter. Nach guten 35:09 für 1,9 km Schwimmen drohte für Matthias auf dem Rad die Disqualifikation, denn er war auf der ersten Runde statt rechts abzubiegen geradeaus gefahren. Leider befand sich niemand vor ihm und die Ordner hatten nicht aufgepasst. Ein Kampfrichter stoppte ihn erst einige km später. Er hätte 1,2 km abgekürzt! So bekam er eine Zeitstrafe von 5 Minuten und musste fast 10 km mehr fahren. Später markierten Pylonen die Abzweigung. 3:13:36 für die Radstrecke spiegelt seine Leistung nicht korrekt wieder. Durch einen guten Halbmarathon in 1:49:32 verbesserte er sich in der Gesamtwertung auf den Platz 90. Auf seiner nächsten Mitteldistanz am 10.9 auf Rügen will er aus den Fehlern lernen und die Zeit von 5:38:19 deutlich verbessern.
Volker bedankt sich sehr für die gute Vorbereitung durch Jürgen im Training. Er hat es geschafft, den Wettkampf entspannt anzugehen. Nur auf dem letzten Drittel des Halbmarathons hatte er Schwierigkeiten das Tempo zu halten, denn die Knöchel und die Hüfte schmerzten. Er steigerte sich um 2:30 gegenüber dem letzten Jahr auf 5:33:34 und Platz 81.

In der letzten Gruppe (50 Jahre und älter) startete Jürgen Klindworth. Der Quallenschwarm, durch den er auf dem Hin- und Rückweg schwimmen musste, nahm ihm etwas die Lockerheit. Es kann also auch nachteilig sein, wenn man vorne schwimmt. Die Befürchtung auf Feuerquallen zu treffen bewahrheitete sich zum Glück nicht. Als erster in der Altersklasse M55 lief er nach 30:16 in die Wechselzone. Auf dem Rad hat Jürgen erfolglos versucht, die Rückenprobleme, die ihn in der letzten Zeit quälten, wegzulächeln. Leider quittierte zusätzlich das linke Pedallager den Dienst und ließ sich nur noch schwer drehen. Trotzdem wechselte er nach 2:44:51 für 90 km als Führender auf die Laufstrecke. Mit nur wenigen Laufkilometern aus dem Training in den Beinen war an hohe Geschwindigkeiten nicht zu denken. Doch 1:41:18 (beste Zeit der M55) vergrößerte seinen Vorsprung. Er freute sich über den Sieg und Gesamtrang 34. 4:56:27 war zwar 15 Minuten langsamer als vor einem Jahr aber es war ein tolles Gefühl entspannt und verletzungsfrei seinen einzigen Triathlon in 2017 genossen zu haben. 

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