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21. Vierlanden Triathlon


By Karl-Heinz - Posted on 09 Juni 2016

Test-Wettkampf für Triathleten vom TV Scheeßel bei fast Hawaii-Temperaturen

Die Triathlon Abteilung des TV Scheeßel beginnt die Saison oft beim Vierlanden Triathlon südöstlich von Hamburg. Eine flache Strecke - fast um die Ecke - lädt zum ersten Formtest ein.

Die erfahrenen Sportler Frank Brinkmann und Jürgen Klindworth hatten das neue Mitglied Jörg Müller dabei. Dieser hat sich gleich an die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Rad und 10 km Lauf) gewagt. Wegen der hohen Wassertemperatur war die Benutzung eines Neoprenanzugs nicht erlaubt, daher war er deutlich länger als geplant im Wasser. Mit einer Geschwindigkeit von über 32 km/h machte er auf dem Rad einige Plätze gut. Beim abschließenden Lauf am Oortkatensee entlang mussten die letzten Reserven aktiviert werden, da kaum Schatten vorhanden war. Erschöpft aber zufrieden mit seiner Leistung erreichte Jörg Müller nach 3:07:48 das Ziel.

Wesentlich anspruchsvoller waren die Pläne von Frank Brinkmann. Auch er benötigte länger für das Schwimmen, war mit 27:31 Minuten aber ganz zufrieden. Etwas Zeit konnte in der Wechselzone eingespart werden, da kein „Neo“ ausgezogen werden musste. Obwohl er 59:18 Minuten für die nach seinem Tacho sogar 41 km lange Radstrecke gebraucht hatte, war es „nur“ die zweitbeste Zeit von 231 Startern. Auf der Laufstrecke wurde er von etlichen Spezialisten überholt, erreichte aber nach 2:23:14 den Platz 23.

Während für die meisten Menschen die Temperaturen von über 30° für einen Wettkampf zu hoch waren, freute sich Jürgen Klindworth über die gute Einstimmung auf Hawaii Bedingungen. Drei Wochen vor seinem Qualifikationswettkampf für die Ironman Weltmeisterschaften trat er über die Mitteldistanz (2 km Schwimmen, 80 km Rad und 20 km Laufen) an. Um die erforderliche Erholungszeit nach dem Wettkampf so kurz wie möglich zu halten, wollte er sich nicht verausgaben sondern bei allen Disziplinen inklusive der Wechsel auf eine technisch saubere, lockere und ökonomische Ausführung achten. Die Auftaktdisziplin Schwimmen bestand aus zwei Dreieckkursen im Hohendeicher See (500 und 1500 Meter). Zügig aber entspannt glitt Klindworth durch das spiegelglatte Wasser und kam zu seiner Überraschung nach 31:13 als 10.ter von fast 200 Startern in die erste Wechselzone. Das Schwimmcamp zum Jahreswechsel auf Fuerteventura trägt offensichtlich Früchte. Die Umstellung wieder das eigene Gewicht tragen zu müssen beantwortet das Herz mit einer deutlich höheren Pulsfrequenz, doch Jürgen schaffte es schnell in den Zielbereich von 140 Schlägen pro Minute zu kommen. Jetzt hieß es gleichmäßig am Elbdeich zu fahren und sich dabei mit Energie und wegen der sehr hohen Temperaturen vor allem mit ausreichend Wasser zu versorgen. Nach nur 2:17 Stunden – also einer Geschwindigkeit von 35 km/h – stellte er sein Rad ab. Die Radrennfahrer sind wesentlich schneller unterwegs, denn sie dürfen anders als die Triathleten im Windschatten einer Gruppe fahren. Ohne den kühlenden Fahrtwind wurde die 4mal zu laufende 5km lange Wendepunktstrecke am See entlang zu einer Strapaze, denn die Triathleten waren auf der staubigen Schotterstrecke ständig der Sonne ausgesetzt. Ohne sich zu quälen (das hebt sich Klindworth für den 26. Juni in Klagenfurt am Wörthersee auf) lief er konstant einen Kilometer nach den anderen und achtete darauf technisch effizient und locker zu laufen. Wie geplant benötigte er 1:30 Stunden für die Laufstrecke und kam nach 4 Stunden und 23 Minuten als 20. im Gesamtklassement ins Ziel. Zum (für ihn unwichtigen) Sieg in seiner Altersklasse M55 fehlte ihm nur eine Minute. Jürgen ist mit seinerLeistung sehr zufrieden und wird seine Form im Laufe des Monats weiter optimieren. Ein Test-Wettkampf bringt eben immer bessere Erkenntnisse als reines Training. Gewonnen hat übrigens in 3:53 der Drittplatzierte vom Scheeßeler Duathlon Fabian Günther vom ProEnzym Tri Team Hamburg.

Jürgen kurz vor dem Ziel 

 

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