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Run + Bike in Hemdingen


By Karl-Heinz - Posted on 12 Mai 2016

Triathleten vom TV Scheeßel erfolgreich

Der TV Scheeßel kann Duathlon: nicht nur als Veranstalter sondern auch als Teilnehmer. Im Schleswig-holsteinischen Hemdingen in der Nähe von Quickborn wird die Veranstaltung allerdings neudeutsch „Run + Bike“ genannt. Bei der bereits 31. Austragung traten 3 Mitglieder des TV Scheeßel an und trafen auf viele Starter des Beeke Duathlons vom 9. April. Max Schröter, der zweimalige Sieger am Stadion Waidmannsruh, war hier ebenfalls der Schnellste auf den Laufstrecken, konnte aber den Vorsprung des Vereinskameraden Robert Kores auf der Radstrecke nicht egalisieren. Philipp Herber kam wie in Scheeßel hinter Max ins Ziel. Die Siegerin war auch eine Bekannte: Anke Hennecke hat 2012, 2014 und 2015 in Scheeßel gewonnen.

Bei guten Bedingungen (20°C mit starkem Wind aus westlicher Richtung verbunden mit unangenehmen Böen) ging es über eine Laufrunde, zwei Radrunden und zum Abschluss zwei Laufrunden, also insgesamt 53,5 km (5,5, 37 und 11). Wer als Radfahrer keine Berge mag war hier genau richtig – die einzigen „Höhenunterschiede“ waren die Schlaglöcher. Teilnehmer vom letzten Jahr berichteten, dass sie der Wind 3-4 Minuten gekostet hat. Zum Ausgleich wurde die Laufrunde wegen einer Baustelle um 280 Meter verkürzt.

Das Scheeßeler Trio ist mit unterschiedlichen Erfahrungen und Erwartungen an den Start gegangen. Michael Meyer ist nach seinem ersten Duathlon in Scheeßel der Triathlon Abteilung des TV Scheeßel erst vor 3 Wochen beigetreten. Trotz wenig Wettkampferfahrung und nur einigen Radkilometer in den Beinen war seine Planung sehr realistisch. Alle Vorgaben konnte er zudem unterbieten: nach 23:53 Minuten laufen (Ziel unter 25) und insbesondere 1:09:13 statt 1:15 auf dem Rad war er optimistisch unter 2:40 ins Ziel zu kommen. Weder die volle Mittagssonne noch der anstrengende (Gegenwind und stetig ansteigend) zweite Teil der Laufrunde verhinderten eine Zeit unter einer Stunde. Michael: „Für ein noch besseres Ergebnis als 58:48 haben die Körner einfach nicht mehr gereicht“. Am Ende sprang sogar eine 2:31:54 heraus und damit in einem starken Teilnehmerfeld von 155 Einzelstartern der Platz 107. Kein Wunder dass Meyer mit seiner Leistung sehr zufrieden war.

Boris Dickow kannte die Veranstaltung bereits von seiner Teilnahme im letzten Jahr. Sein Ziel: Platz 91 und vor allem eine Gesamtzeit von 2:28:01 sollen deutlich unterboten werden. Dazu hat Boris seit einem halben Jahr ein gutes Grundlagentraining absolviert und sich durch ein Trainingslager auf Mallorca im April gut vorbereitet. Die ersten 4 Minuten gegenüber 2015 holte er sich nach 23:16 schon auf der ersten Laufstrecke. Beim ersten Wechsel verlor er jedoch durch leichte Probleme beim Verschluss seines neuen Helms gefühlt viel Zeit. Auch auf der Radstrecke musste man sich die Kräfte gut einteilen: Seiten- und Rückenwinde am Anfang der Runde machten ein Tempo von fast 50 km/h möglich, auf dem Rückweg zum Beginn der 2. Schleife kam der Wind leider von vorne…. Durch 1:01:12 machte er 42 Plätze gut. Für Boris steht in der nächsten Zeit Wechseltraining an, denn nach dem Abstieg vom Rad musste er einen abgefallenen Radschuh von der Straße aufsammeln. Mit 49:43 blieb Dickow beim abschließenden Lauf sogar unter der 50 Minuten Marke und verbesserte sich in der Gesamtzeit auf 2:14:11 und Platz 48, in der für ihn neuen Altersklasse MSen2 (Jahrgang 1967 – 1971) wurde er 5. von 25. Ein gelungener Saisonstart! Die nächste Herausforderung für ihn ist am 5.Juni in Hannover-Limmer die Mitteldistanz im Triathlon (1,9 km Schwimmen, 90 km Rad und ein Halbmarathon).

Jürgen Klindworth sah den Wettkampf als Trainingseinheit an. Er wollte sich nicht zu sehr verausgaben sondern die Veranstaltung genießen und beobachten wie sein Körper auf die Belastung reagiert. Daher ist er mit „angezogener Handbremse“ gestartet um ohne regenerative Pause gezielt sofort weiter trainieren zu können. Als zweiten Vorbereitungswettkampf ist eine Mitteldistanz beim Vierlanden-Triathlon Anfang Juni geplant. Ende Juni geht es an den Wörthersee, beim Ironman Austria in Klagenfurt strebt er die erneute Qualifikation für den Ironman auf Hawaii an. 2015 konnte sich in seiner Altersklasse (M55) nur ein Starter einen Platz für die Weltmeisterschaft sichern. Am 26. Juni werden ca. 3.000 Triathleten antreten, 124 davon als direkte Konkurrenten, da wird er wenig Zeit für die schöne Landschaft haben.
In Hemdingen kam Jürgen nach 20:52 als erster Scheeßeler in die erste Wechselzone. Die streckenweise Schräglage auf dem Rad machte Spaß, er empfand es als gelungene Technikübung. Nach 1:02:30 für 37 km warteten 11 Laufkilometer auf ihn. Auf der letzten Hälfte wollte Klindworth das Tempo ein wenig herausnehmen, eine Vereinbarung mit einem anderen Läufer sich abwechselnd Windschatten (auf dem Rad nicht erlaubt) zu spenden ließ ihn aber dazu hinreißen das Tempo zu halten. Am Ende dieses für beide Läufer kräftesparenden und sehr motivierenden Laufens bestand er darauf, dass sein Mitläufer vor ihm ins Ziel läuft. Dank 46:10 als Laufzeit schob er sich im Ergebnis einige Plätze nach vorne. Mit der Gesamtzeit von 2:09:32 errang er nicht nur den Platz 30 sondern auch in der Altersklasse MSen4 (Jahrgang 57 – 61) mit fast 5 Minuten Vorsprung den Sieg. Im Rahmen des Wettkampfs wurden zusätzlich die Hamburgischen Betriebssportmeisterschaften ausgetragen. Seine Mitgliedschaft in der BSG SG Stern Hamburg und seine Zeit brachten ihm hier den 3. Platz und einen zweiten Pokal ein.

 

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