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Spitzensport in Scheeßel


By Karl-Heinz - Posted on 10 April 2016

10. Auflage des Beeke Duathlons

Der Duathlon zum Saisonauftakt in Scheeßel hat einen guten Ruf in der Szene, aber am letzten Wochenende hat die Triathlonabteilung des TV Scheeßel nochmals einen drauf gelegt. Wie üblich hat der Wetterbeauftragte ganze Arbeit geleistet und für optimale Temperaturen bei strahlendem Sonnenschein gesorgt. Nach „Beschwerden“ im Jahr 2015 gab es am Sonnabend deutlich weniger Wind. Trotz der mit 341 Startern ausgebuchten Veranstaltung (Rekordbeteiligung) gab es dank des ruhigen und professionellen Helferteams einen tollen Wettkampf. Selbst beim Ansturm der Teilnehmer bei der Startnummernausgabe und den unerwartet vielen Ummeldungen kam keine Hektik auf. Einige Vereine hatten an ihre Mitglieder die Startpässe für 2016 noch nicht verteilt oder die Duathleten mussten auf die fehlende Unterschrift hingewiesen werden. Bei der obligatorischen Besprechung wurden Fragen zum Wettkampf geklärt – über die Hälfte startete zum ersten Mal in Scheeßel!

Da die Hamburger Landesliga sich entschlossen hatte einen „Spieltag“ in Scheeßel auszutragen, waren in Abstimmung mit dem Triathlon Verband Niedersachsen erstmals Kampfrichter aus Hamburg tätig. Die Zusammenarbeit funktionierte auf Anhieb reibungslos. Als Neuerungen gab es in der Startunterlagen einen Rabattschein beim Kauf von Sportkleidung und 2 Verkaufsstände, die allerdings unterschiedlich stark angenommen wurden. Wer befürchtet hatte durch die neue gemeinsame Wertung von allen Teilnehmern (sonst trat die Hamburger Landesliga nur außerhalb der Wertung an) hätten die anderen Sportler keine Chance vordere Plätze zu belegen wurde eines Besseren belehrt, denn die Besten aus der Landesliga kamen bei den Männern erst auf die Ränge 8 und 9. Bei den Frauen schafften die „Profis“ die Hälfte der ersten 10 Plätze.

Besonders gefreut haben sich die Veranstalter über 15 Staffeln, die im Gegensatz zum sonstigen Feld fast ausschließlich aus der Region kamen.

Auf dem Helvesieker Weg wartete hinter dem Startbogen ein großes Läuferfeld ungeduldig auf den Start um 14 Uhr. Der leichte Anstieg sorgte sofort für genügend Abstände. Ob die ersten 3 aus dem Vorjahr ihr Ergebnis wiederholen können? Max Schröter vom ProEnzym Tri Team Hamburg lief die ersten 5 km am schnellsten (15:25), dicht gefolgt von seinem Vereinskameraden Philipp Herber. Erst hinter einem 4-köpfigen Verfolgerfeld kam der Vorjahresdritte und oftmalige Sieger Frank Reimann (Tri Team Lüneburg) in die Wechselzone. Schröter verbesserte sich auf dem Rad gegenüber dem letzten Jahr, trotzdem wurde er auf der 20 km langen Radstrecke von Herber und Philipp Fahrenholz (Hannover 96, mit der schnellsten Radzeit) überholt. Die Entscheidung musste also auf der letzten Laufstrecke von erneut 5 km fallen. Während Fahrenholz bald zurückfiel, konnte sich Schröter erst auf dem letzten Kilometer an die Spitze setzen. Nur 20 Sekunden später wurde Herber in 1:06:06 Zweiter. Den Triumpf vervollständigte Fabian Günther aus dem gleichen Verein als Dritter. Obwohl Frank Reimann 24 Sekunden früher als 2015 ins Ziel kam, reichte es für ihn „nur“ für den siebten Platz. Bester Sportler aus dem Kreis war Niels Halatsch aus Rotenburg auf Platz 13. In der Altersklasse S4 (55-59 Jahre) wurde Detlef Brunkhorst vom TV Scheeßel für seinen dritten Platz geehrt. Weitere gute Platzierungen erreichten aus Zeven Relef Tantzen, aus Scheeßel Matthias Berulla und Michael Meyer sowie aus Rotenburg Daniel Rundholz, Stefan Wilkens und Peter Rohde. Der älteste Starter Manfred Hinzmann (Jahrgang 1938!!) vom Triathlon Club Bremen benötigte wie angekündigt weniger als 2 Stunden.

Da keine der bisherigen Siegerinnen gekommen ist, war eine Titelverteidigung nicht möglich. Das Spannende am Duathlon ist, das es meistens keinen Start-Ziel Sieg gibt. Auch bei den Frauen wechselte die Führung mehrmals. Juliet Champion von den St.Pauli Deerns kam mit Abstand als Erste in die Wechselzone. Auf der Radstrecke wurde sie allerdings von 5 Frauen überholt. Ihr leichter und lockerer Laufstil ließ vermuten, dass sie Plätze gut machen wird – aber 3:16 Minuten auf die Führende sind sehr viel. Champion hatte sich ihre Kräfte gut eingeteilt, lief die beste Zeit, machte ihrem Namen alle Ehre und kam tatsächlich als Erste ins Stadion Waidmannsruh zurück. Die Plätze 2 und 3 machte das Triathlon Team Lüneburg unter sich aus. Hinter Lena Eileen Schlag kam Beeke Kriech beim Beeke Duathlon ins Ziel. Alexandra Abele vom TuS Rotenburg verpasste knapp den vierten Platz in ihrer Altersklasse. Da hatte es die älteste Teilnehmerin Ulrike Kersting (Funsports Zeven) leichter.

Mustafa Bacinovic und Eike Schweneker haben sich nach ihrem Sieg 2014 mit Stefan Pleines verstärkt und gewannen mit großem Abstand die Staffelwertung. Die Grundlage war das ausgezeichnete Radergebnis: nur Philipp Fahrenholz war schneller.

Viel Zeit zum Duschen und Rad abholen blieb nicht, denn schon 30 Minuten nach dem letzten Zieleinlauf begann die Siegerehrung. Außer den Gesamtsiegern wurden die drei Erstplatzierten pro Altersklasse aufgerufen. Zu den Urkunden gab es u.a. Süßes für die schnelle Regeneration. Es hatte sich offenbar herumgesprochen, dass es sich lohnt bis zum Ende der Veranstaltung zu bleiben. In der abschließenden Tombola wurden beliebte Sachpreise wie Getränkehalterungen, Fahrradtacho, Handtücher, Luftpumpen und mehr verlost. Kurz nach 18 Uhr war schließlich für die letzten der vielen ehrenamtlichen Helfer der lange Tag vorbei.