Duathleten trotzen dem Wind

Anke Hennecke und Max Schröter siegten beim 9.ten Scheeßeler Duathlon

Schon vor dem Wettkampf war es an dem Startbogen über dem Helvesieker Weg vor dem Stadion Waidmannsruh in Scheeßel zu sehen: der Wind wird eine Herausforderung auf der Radstrecke werden. Aber die erste Disziplin eines Duathlon ist Laufen: Schon auf der ersten Laufrunde über 5 km zog sich das Teilnehmerfeld weit auseinander.

Das Führungstrio schnappte sich schon nach weniger als 16 Minuten das Fahrrad. Durch das hohe Tempo fiel der Abonnementsieger Frank Reimann in die erste Verfolgergruppe zurück. Auf dem Rad spielte Philipp Herber seine Stärke aus und tauschte mit Max Schröter (beide vom Tri Team Hamburg) die Plätze. Da das Teilnehmerfeld gegenüber 2014 (damals fand parallel der Wettkampf der Hamburger Landesliga statt) deutlich kleiner war, gab es keine Probleme mit den Abständen zwischen den Radfahrern. Zur Erläuterung – es herrscht ein „Windschattenverbot“, ein kraftsparendes Fahren in einer Gruppe ist nicht erlaubt. Kampfrichter passen auf Motorrädern auf, dass sich alle an die Regeln halten. So musste jeder alleine gegen den Wind fahren. Selbst das Trinken fiel schwer, da sicherheitshalber beide Hände am Lenker erforderlich waren. Für die Schnellsten war die 20 km lange Radtour nach knapp über 30 Minuten vorbei. Von der Straße zur Wechselzone auf dem Sportplatz ist das Rad zu schieben. Erst dann geht es in die Laufschuhe für die abschließenden 5 km. Max Schröter baute auf seine Laufstärke und konnte den Spieß wieder umdrehen. Nach nur 1:05:55 kam er mit etwa 200 Meter Vorsprung vor seinem Vereinskollegen Philipp Herber ins Ziel. Frank Reimann profitierte am Anfang der letzten Etappe von einer Unaufmerksamkeit der beiden vor ihm Laufenden, durch deren zusätzlichen 100 Meter konnte er sich den dritten Platz sichern.

Auch bei den Frauen gab es keinen Start-Ziel Sieg. Als erste kam die Vorjahressiegerin Anke Hennecke vom Kaifu Tri Team aus Hamburg in die Wechselzone gelaufen. Bettina Strehl (MC Pirate) ebenfalls aus Hamburg übernahm auf der Radstrecke die Führung, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Mit der erneut schnellsten Laufzeit egalisierte Anke Hennecke den Vorsprung nach kurzer Zeit und gewann schließlich mit 70 Sekunden Vorsprung in 1:17:12. Hinter Bettina Strehl freute sich Antje Günther (1. TCO Die Bären Oldenburg) über ihren dritten Platz.

Die Krankheiten bzw. die letzten Ausläufer der Grippewelle haben auch die Staffeln dezimiert, nur 7 sind angetreten. Während die Läufer Tobias Friedrichsen aus Rotenburg und Arne Tonn aus Bremen fast identische Zeiten erzielten, sorgte Joschua Schmidt auf dem Rad für einen Vorsprung von über 4 Minuten vor Maik Müller. So siegte das Rotenburger Duo „Connected“ in 1:14:55 deutlich vor den Bremern. Den Sprung auf das Podest schaffte ebenfalls das Team „Montag 19:15“ (ihr gemeinsamer Trainingszeitpunkt) bestehend aus Worthmann, Barkholdt und Denell.

Der angekündigte leichte Regen kam zeitgleich mit den letzten Teilnehmern ins Ziel, störte jedoch kaum. Vielleicht war die relativ schlechte Wetterprognose aber die Ursache für die schwache Zuschauerresonanz. Während die Urkunden durch den Drucker liefen, wurden im Rahmen der Tombola wertvolle Sachpreise verlost. Außerdem stärkten sich die Teilnehmer mit leckerem Kuchen.

Dominiert wurden die Ergebnislisten von Hamburgern, aber auch Duathleten aus dem Kreis Rotenburg überzeugten mit starken Leistungen. Vordere Plätze in ihrer Altersklasse belegten vom TriTeam Ummel als Zweiter Axel Mehrtens und als Dritter Heiko Märkert sowie aus Rotenburg Niels Halatsch. Detlef Brunkhorst aus Scheeßel schrammte um 11 Sekunden am dritten Platz vorbei, während sich Alexandra Abele aus Rotenburg als Dritte über Schokolade freute.